Sonderausstellung

Sonderpräsentation

Zuhause in der Spätantike – Textile Innenausstattung des 4.–7. Jahrhunderts

26. April bis 8. November 2026

Spätantike Wohnräume waren reich mit Textilien ausgestattet. Wandbehänge, Vorhänge, Polster und Decken verliehen den Räumen eine luxuriöse Atmosphäre. Sie dienten als Sichtschutz und Dekor, boten Wärme und Bequemlichkeit, zeugten von Bildung und Geschmack. Aufgrund ihrer Kostbarkeit waren sie Luxusgüter und Statussymbole zugleich. Mit ihnen wurden Reichtum und soziale Stellung zum Ausdruck gebracht.

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Reich und sorgenfrei Die Darstellungen auf den Textilien spiegelten die Lebensideale und Glücksvorstellungen ihrer Zeit wider. Musik und Tanz, Erotik und Lebenslust zählten zu den häufigsten Themen. Hinzu kamen Bilder des aristokratischen Zeitvertreibs wie etwa der Jagd, die zu den Privilegien der spätantiken Oberschicht gehörte. | Pfau. Detail eines gewirkten Behangs, Leinen und Wolle, Ägypten, 5.–7. Jahrhundert, Inv. Nr. 1639

Für immer glücklich Beliebt waren auch Bilder, die den Zyklus des Lebens oder den ewigen Kreislauf der Natur zum Thema hatten. Sie zeigten Personifikationen der vier Jahreszeiten oder Darstellungen der zwölf Monate und brachten damit die Hoffnung auf reiche Ernte, Stabilität und die immerwährende Wiederkehr des Glücks zum Ausdruck. | Detail eines gewirkten Behangs mit Monatsdarstellungen, Leinen und Wolle, Ägypten, 4.–6. Jahrhundert, Inv. Nr. 1638

Praktisch und schön Eine technische Besonderheit stellten reservegefärbte Stoffe dar. Sie waren, leicht und nahezu für alle Zwecke verwendbar. Ausserdem war ihr Dekor auf beiden Seiten zu sehen. Für ihre Herstellung wurde ein Leinengewebe mit Harz und Wachs bemalt. Anschliessend wurde das Tuch in ein Färbebad getaucht, wobei die bemalten Stellen keine Farbe annahmen. | Fragment eines reservegefärbten Gewebes mit Tieren, Leinen, Ägypten, 4.–6. Jahrhundert, Inv. Nr. 5574

Weich und bequem Grossformatige Polster waren ein wichtiger Bestandteil der antiken Wohnkultur. Sie wurden sowohl in den Schlafräumen als auch bei Gastmählern und Gelagen als Auflage für Liegen aus Holz oder Stein gebraucht. Als Bezugsstoff dienten zumeist Wollgewebe, die weich und geschmeidig, aber dennoch strapazierfähig waren. | Fragment eines Wollgewebes mit Tierfries, Ägypten, 5.–6. Jahrhundert, Inv. Nr. 142